Zoll ärztliche Untersuchung

Hast du das schriftliche und mündliche Auswahlverfahren erfolgreich hinter dir gebracht, wirst du zu einer ärztlichen Untersuchung beim Zoll eingeladen. Dein Gesundheitszustand und deine körperlichen Veranlagungen müssen dafür Gewähr bieten, dass du den Anforderungen des Zolldiensts uneingeschränkt bis zum Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze gerecht wirst. In Bezug darauf wird dein Körper von einem Amtsarzt gründlich durchgecheckt. Die ärztliche Untersuchung besteht aus mehreren Teiluntersuchungen wie z. B. ein Hör- und Sehtest, Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems, Untersuchung der Gelenke und des Skelettsystems, ein Urin- und Blutest sowie ein Drogentest.

Besonderheiten Sehvermögen

Für die Bewerbung beim Zoll sind die Dioptrinwerte nicht mehr von Belangen. Unabhängig von deiner Sehstärke kannst du für den allgemeinen Zolldienst eingestellt werden. Weitere Anforderungen an das Sehvermögen sind:

Gesichtsfeld

  • Normales Gesichtsfeld beider Augen, wobei kleine inselförmige, sich nicht deckende Gesichtsfeldausfälle zulässig sind.

Farbensinn

  • Ausreichendes Farbunterscheidungsvermögen für Rot und Grün (leichte Farbsinnschwächen sind zu tolerieren).

Mobilität

  • Freie Beweglichkeit der parallel stehenden Augen (kein Schielen).

Gesundheitliche Ausschlussgründe für den Zoll

In den Vorbereitungsdienst für den mittleren oder gehobenen Zolldienst kannst du nur eingestellt werden, wenn du erfolgreich am Auswahlverfahren teilgenommen hast und nach der ärztlichen Untersuchung die gesundheitlichen Anforderungen an den Zolldienst erfüllst. Demzufolge veranlasst die Einstellungsbehörde für die zur Einstellung vorgesehenen Bewerber eine ärztliche Einstellungsuntersuchung. Folgende körperliche und gesundheitliche Erkrankungen führen beim Zoll zur Dienstuntauglichkeit:

  • Fettleibigkeit; Missbildungen erheblicher Art; schwere Entwicklungsstörungen
  • Chronische, entstellende, übertragbare oder zu starken Rückfällen neigende Hautkrankheiten
  • Deutliche Vergrößerung der Schilddrüse
  • Erhebliche Beeinträchtigung der körperlichen Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit
  • Minderung der Hörfähigkeit
  • Sprachstörungen wie Stottern oder Stammeln; chronische Heiserkeit; chronische Kehlkopfentzündungen
  • Herzklappenfehler, Erkrankung des Herzmuskels oder Herzbeutels
  • Funktionelle oder geistig-psychische Schäden
  • Alkoholismus und sonstige Suchtformen

Tattoos und Piercings beim Zoll

Grundsätzlich sind Tätowierungen, Piercings, Flesh-Tunnels, Flesh-Plugs oder Brandings beim Zoll nicht verboten. Es kommt jedoch darauf an, an welchen Körperstellen du diese hast und was sie darstellen. Körperschmuck an sichtbaren Stellen, wie an Armen, Hals und Kopf, sind weniger gern gesehen und können deine Chancen beim Zoll mindern. Ein absoluter Ausschlussgrund ist Körperschmuck, der rechts- oder linksradikale, extremistische, entwürdigende, sexistische, diffamierende, gewaltverherrlichende oder menschenverachtende Dinge zeigt.

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